israel-gebetsreise

11.-21. Okt 2018 | Begegnen - Berühren - Beten

Israel-Gebetsreise der Sächsischen Israelfreunde

Leider kann die Gebetsreise 2018 aufgrund mangelnder Anmeldungen nicht stattfinden. Das bedauern wir sehr! Wenn Du Interesse an einer solchen Reise in Zukunft hast, setze Dich gern mit uns in Verbindung.

Eindrücke der Gebetsreise 2017

Mit einem Herzen voller Dankbarkeit und überwältigenden Eindrücken sind wir, 12 Personen aus Sachsen und dem Norden Deutschlands, aus Israel zurückgekehrt. „Begegnen – Berühren – Beten“ beschreiben die Vision hinter der ersten Gebetsreise der Sächsischen Israelfreunde vom 07. bis 17. September. Im Rückblick auf die Reise empfinden Ines und ich uns 12 Beter (10 Damen und zwei Herren) als eine Familie Gottes, die in wirklicher Liebe, Achtsamkeit und Fürsorge, auch füreinander, diesen Weg gegangen ist. Jeder unter ihnen eine besondere Perle und von Gott sehr persönlich berufen, diesen Dienst an Israel zu tun.

Aus dem Süden Israels haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder sinngemäß gehört: „Besucht uns, fahrt nicht nur in den Norden des Landes.“ In Gottes Wort lesen wir seine Versprechen vom Erblühen der Wüste und den „Strömen in der Einöde“. Beides zusammen haben wir als einen Ruf unseres Herrn verstanden, unsere Gebetsreise am Rand der Negev zu beginnen.

Von der Begegnung mit messianischen Geschwistern in Arad schreibt Christa, eine der Teilnehmerinnen: „ich fühlte mich wie zu Hause. Sie kamen uns mit so viel Liebe entgegen. Ein Ehepaar aus der Ukraine segnete und salbte uns und betete für uns am Ende des Gottesdienstes. Das hat mein Herz „aus der Fassung“ gebracht! Jüdische Menschen segnen mich!“ Ist Gott nicht großartig? Wir machen uns auf, um zu segnen und in Fürbitte Seite an Seite mit Israel zu stehen und doch empfangen wir zuerst Segen von ihm.

In der Wüste sprechen wir über dem staubigen, trockenen Land verschiedene, persönliche ausgewählte Verheißung Gottes über Israel aus und legen sie, Samen gleich, auf den Wüstenboden. Wir sprechen in dem Vertrauen, dass das Wasser des Geistes alles bewässern und zum Leben bringen wird.

Als Gebetsmannschaft aus Deutschland dürfen wir um Israel stehen und ihren Gott, der der unsere ist, daran erin-nern, alles zu erfüllen, was er versprochen hat. Wir empfinden deutlich die besondere Gnade der Vergebung, die Gott uns, Kinder und Enkel der Tätergeneration der Schoah, gewährt. Ebenso die Verantwortung, die für uns heute daraus erwachsen ist.

Christine berichtet: „Ich durfte in meinem Herzen erfahren, dass Gott, unser himmlischer Vater, unserem deutschen Volk seine Schuld am Holocaust vergeben hat. Durch diese Barmherzigkeit Gottes und durch seine Liebe ist es mir möglich, das jüdische Volk wieder zu lieben. Ich glaube, von Gott als meine Aufgabe erkennen zu dürfen, dass ich aus der Liebe Gottes heraus für Frieden und Erweckung in unserem Land und für das jüdische Volk in Israel beten darf.“

Miteinander verbunden erleben wir die Besuche der „Fountain Of Tears“ in Arad, von Yad Vashem in Jerusalem, unserer zweiten Reisestation und der „Independence Hall“, dem Ort der Staatsgründung, in Tel Aviv. Diese Eindrücke „hatten uns mit Informationen versorgt und auf die Begegnung mit Holocaust-Überlebenden vorbereitet.“, so berich-tet Barbara. „Ihre unermesslichen Leiden, die unvorstellbar große Schuld unseres deutschen Volkes, der Kirche, anderer Völker in der Geschichte des jüdischen Volkes lagen/liegen mit schwer auf der Seele. Umso dankbarer und beschämter zugleich war ich, dass sie keinerlei Bitterkeit gegen uns zum Ausdruck brachten, im Gegenteil uns herz-lich begegneten, zum Abschied umarmten, teilweise sogar küssten und nachwinkten. Welch eine Gnade! Danke Herr! Segne und behüte sie.“

Von Jerusalem aus waren wir einige Tage später nach Haifa gefahren, um mit unseren Gebets- und Lobpreisliedern ein Konzert in einem der Häuser für ältere Menschen zu geben, in denen eine der Handwerkergruppen im Januar gearbeitet hatte. Aus dieser ersten Begegnung sind Beziehungen gewachsen und unser „Wiederkommen“ mit einer ganz anderen Gruppe war mit großer Offenheit und Freude erwartet worden.

Die Texte der Lieder, die wir gesungen haben, haben ihren Ursprung in den Psalmen und anderen Bibelworten aus dem Tanach. Sie waren so eine wunderbare Brücke, um für die Bewohner des Hauses Zeugnis zu geben über ihren Gott. Wie dankbar sind wir dafür und die vielen wunderbaren Begegnungen und Gespräche, die sich daraus entwi-ckelt haben zwischen uns Deutschen und unseren jüdischen Geschwistern, etliche Überlebende des Holocausts unter ihnen.

In Jerusalem haben wir verschiedene Begegnungen mit Gebetsbewegungen im Land. Wir hören, was sie uns zu sagen haben und beten gemeinsam mit ihnen in den unterschiedlichsten Weisen. Keine der Begegnungen gleicht einer an-deren. Eines aber zog sich wie ein roter Faden durch alles:

„Gottes Plan für/mit dem jüdischen Volk + Land sowie Gottes Plan für/mit den Nationen/Christen aus den Heiden-völkern. Wir verstanden, … wie ernst und wichtig IHM diese Punkte für das Kommen Seines Reiches, die Erfüllung Seines Heilplans mit Israel und den Nationen, die Wiederkunft Jesu. Mir wurde klar, dass wir uns als Einzelne, als Leib Christi und als Nationen zu Israel positionieren und entscheiden müssen, an Israels Seite zu bleiben, um in Übereinstimmung mit Gottes Willen zu leben und zu handeln.“, schreibt Barbara. Das schließt ein sensibles und glaubwürdiges Zeugnis von Jesus durch uns unseren jüdischen Geschwistern gegenüber ausdrücklich ein.

Zugleich sind wir aber auch mit unseren Gedanken oft in der Heimat, in Deutschland. Regina berichtet dazu: „Das Erleben der Gebetsreise … hat mir neu das Eintreten für unsere jüdischen Geschwister aufs Herz gelegt, gleichzeitig mir aber auch den Blick auf unser eigenes Land geschärft und mich neu ermutigt, mit offenen Augen durch den Tag zu gehen. Wir haben gesehen, wie gerade auf dem Tempelberg der Islam seinen Herrschaftsanspruch zeigt und gebe-tet und proklamiert, dass unserem Gott alle Macht gehört. Wir haben im Gottesdienst der messianischen Gemeinde gespürt, wie bedrängt und angefochten die Geschwister sind. Wir haben gesehen, wie junge Frauen und Männer, die fröhlich ins Leben blicken, Uniform und Waffen tragen und gebetet, dass sie verschont werden, die Waffen zu ge-brauchen. Ich habe mich gefragt und mich vor Gott gebeugt: Bewegen leere Kirchen noch unsere Herzen? Brachten uns manche Wahlplakate zum Gebet? Lösen Nachrichten Kopfschütteln oder Fürbitte aus? Schmerzt uns, wenn unter uns Brüder und Schwestern aus anderen Gemeinden abgelehnt und abgestempelt werden? So hat mir die Reise dop-pelt den Blick geschärft – für Israel und mein eigenes Land.“

Zurück aus Israel versuchen wir das Erlebte zu verarbeiten, einzuordnen, mit unserem Herrn die Konsequenzen und nächsten Schritte daraus zu besprechen. Es soll nicht die letzte Reise dieser Art gewesen sein!

Noch einmal soll Barbara dazu zu Wort kommen: „Über allem: Lob, Preis und Dank dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs für seine Leitung und Liebe, sein Reden zu uns, alle Begegnungen, Eindrücke und auch erlebten Gebetserhö-rungen. Wir haben uns alle aufgemacht, um Israel zu dienen und fuhren als Gesegnete und Beschenkte heim. Danke Herr!“